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Selbstorganisation

Einwand vs Bedenken: Den Unterschied verstehen in Holacracy

Lernen Sie den Unterschied zwischen validen Einwänden und Bedenken in Holacracy. Die 4 Gültigkeitsprüfungen, Beispiele und häufige Fehler.

Der Unterschied zwischen Einwand und Bedenken ist einer der am häufigsten missverstandenen Aspekte von Holacracy. In klassischen Meetings zählt jede Meinung gleich. In Holacracy zählt nur, was einen konkreten Schaden für die Organisation verhindern kann. Diese Unterscheidung ist nicht harsch, sie ist befreiend: Sie ermöglicht schnelle Entscheidungen ohne endlose Debatten.

Bei SI Labs haben wir in über zehn Jahren Holacracy-Praxis tausende Einwände gehört. Die meisten davon waren bei genauer Betrachtung Bedenken. Das ist nicht schlimm, es erfordert nur Klarheit darüber, was was ist.

Was ist ein Einwand in Holacracy?

Ein Einwand ist der Hinweis auf einen konkreten Schaden, den ein Vorschlag verursachen würde. Der Einwand sagt: „Wenn wir das so machen, wird etwas Schlimmes passieren.” Er ist keine Meinung, keine Präferenz und kein Verbesserungsvorschlag.

Ein Einwand muss konkret sein. Er beschreibt einen spezifischen Schaden, nicht ein diffuses Unbehagen. „Das wird nicht funktionieren” ist kein Einwand. „Das wird dazu führen, dass Kundenanfragen 48 Stunden unbeantwortet bleiben” ist ein Einwand.

Ein Einwand muss kausal sein. Der Schaden wird durch den Vorschlag verursacht, nicht durch dessen Fehlen. Wenn der Schaden schon vorher existierte, ist es kein Einwand gegen den Vorschlag, sondern eine separate Spannung.

Ein Einwand muss organisationsbezogen sein. Er betrifft die Fähigkeit der Organisation, ihren Purpose zu erfüllen. Persönliche Präferenzen sind keine Einwände.

Research Insight: Eine Studie zu selbstorganisierten Teams zeigt, dass die Unterscheidung zwischen validen Einwänden und bloßen Bedenken ein kritischer Erfolgsfaktor für effektive Governance ist. Organisationen, die diese Unterscheidung konsequent anwenden, erreichen schnellere Entscheidungszyklen. [1]

Was ist ein Bedenken?

Ein Bedenken ist eine Reaktion, die keinen konkreten Schaden beschreibt. Es ist eine Meinung, eine Präferenz, ein Unbehagen oder ein Verbesserungsvorschlag. Bedenken sind nicht unwichtig, sie gehören nur nicht in die Einwandrunde.

Typische Bedenken:

  • „Ich bin mir nicht sicher, ob das funktioniert.”
  • „Ich hätte es anders gemacht.”
  • „Das fühlt sich nicht richtig an.”
  • „Wäre es nicht besser, wenn…?”

Bedenken sind wertvoll. Sie informieren den Antragsteller und können in der Reaktionsrunde geteilt werden. Aber sie blockieren keinen Vorschlag, weil sie keinen konkreten Schaden aufzeigen.

Der Unterschied: Einwand vs Bedenken

DimensionEinwandBedenken
FokusKonkreter SchadenAllgemeines Unbehagen
Formulierung„Das wird X verursachen”„Ich bin nicht überzeugt”
WirkungBlockiert bis integriertInformiert, blockiert nicht
Ort im ProzessEinwandrunde (Schritt 5)Reaktionsrunde (Schritt 3)
PrüfungDurch Facilitator validiertKeine Validierung nötig
KonsequenzVorschlag wird angepasstAntragsteller kann ignorieren

Die Kernfrage: Ein Einwand beantwortet die Frage: „Warum wird dieser Vorschlag der Organisation schaden?” Ein Bedenken beantwortet die Frage: „Warum gefällt dir dieser Vorschlag nicht?”

Die 4 Gültigkeitsprüfungen für Einwände

Der Facilitator prüft jeden Einwand anhand von vier Kriterien, die im integrativen Entscheidungsprozess zentral sind. Alle vier müssen erfüllt sein, damit der Einwand valide ist.

1. Schadenstest: Beschreibt der Einwand einen konkreten Schaden?

Frage: „Welchen konkreten Schaden siehst du?”

Valide: „Das wird dazu führen, dass zwei Rollen die gleiche Accountability haben und wir Konflikte bekommen.”

Invalide: „Ich finde das nicht gut.” (Kein konkreter Schaden beschrieben)

2. Kausalitätstest: Wird der Schaden durch den Vorschlag verursacht?

Frage: „Verursacht der Vorschlag diesen Schaden, oder besteht er schon?”

Valide: „Der Vorschlag entfernt die Accountability ‚Kunden kontaktieren’ von Sales, aber niemand anderes bekommt sie. Kunden werden nicht mehr kontaktiert.”

Invalide: „Wir haben schon jetzt Probleme mit der Kundenkommunikation.” (Der Schaden existiert schon, unabhängig vom Vorschlag)

3. Neuheitstest: Ist der Schaden eine neue Spannung?

Frage: „Schafft dieser Vorschlag ein neues Problem, oder adressiert er ein bestehendes nicht ausreichend?”

Ein Vorschlag muss nicht alle Probleme lösen. Wenn der Vorschlag nichts verschlechtert, ist es kein valider Einwand, auch wenn der Vorschlag nicht perfekt ist.

Valide: „Der Vorschlag schafft eine neue Domain-Überlappung, die vorher nicht existierte.”

Invalide: „Der Vorschlag löst nicht das grundlegende Problem unserer Team-Kommunikation.” (Das ist eine separate Spannung)

4. Organisationstest: Betrifft der Schaden die Organisation?

Frage: „Ist das ein Risiko für die Organisation oder eine persönliche Präferenz?”

Valide: „Das wird unsere Lieferzeiten verlängern und Kunden verlieren.”

Invalide: „Ich persönlich finde das verwirrend.” (Persönliche Reaktion, kein Organisationsschaden)

Research Insight: Forschung zeigt, dass etwa 80% der initial geäußerten Einwände bei systematischer Prüfung nicht alle vier Kriterien erfüllen. Die konsequente Anwendung der Gültigkeitsprüfung reduziert Meeting-Zeiten erheblich. [2]

Beispiele: Valide Einwände

Beispiel 1: Domain-Konflikt

Vorschlag: „Rolle Marketing bekommt die Domain ‚Website-Inhalte’.”

Einwand: „Die Rolle Product hat bereits die Domain ‚Produktbeschreibungen auf der Website’. Das wird zu Domain-Konflikten führen, weil beide Domains überlappen.”

Prüfung:

  • Schaden: ✓ (Domain-Konflikt zwischen zwei Rollen)
  • Kausalität: ✓ (der Vorschlag schafft die Überlappung)
  • Neuheit: ✓ (die Überlappung existierte vorher nicht)
  • Organisation: ✓ (betrifft die Rollenstruktur)

Ergebnis: Valider Einwand → Integration nötig

Beispiel 2: Fehlende Kapazität

Vorschlag: „Rolle Support bekommt die Accountability ‚Alle Tickets innerhalb von 2 Stunden beantworten’.”

Einwand: „Wir haben nur eine Person in Support. Bei unserem Ticket-Volumen ist eine 2-Stunden-Antwortzeit physisch unmöglich. Das wird dazu führen, dass Support permanent als ‚versagend’ gilt.”

Prüfung:

  • Schaden: ✓ (unmögliche Erwartung schafft dauerhaftes Versagen)
  • Kausalität: ✓ (der Vorschlag definiert die unrealistische Erwartung)
  • Neuheit: ✓ (die aktuelle Accountability hat keine Zeitvorgabe)
  • Organisation: ✓ (betrifft die Funktionsfähigkeit der Rolle)

Ergebnis: Valider Einwand → Integration nötig

Beispiel 3: Autoritätslücke

Vorschlag: „Rolle Event Manager bekommt die Accountability ‚Events planen und durchführen’.”

Einwand: „Die Rolle hat keine Domain über das Event-Budget. Ohne rollenbasierte Autorität kann sie keine Events planen. Das schafft eine Rolle, die ihre Accountability nicht erfüllen kann.”

Prüfung:

  • Schaden: ✓ (Rolle kann Accountability nicht erfüllen)
  • Kausalität: ✓ (der Vorschlag schafft die unvollständige Rolle)
  • Neuheit: ✓ (die Rolle existiert noch nicht)
  • Organisation: ✓ (betrifft die Arbeitsfähigkeit)

Ergebnis: Valider Einwand → Integration nötig

Beispiel 4: Prozess-Unterbrechung

Vorschlag: „Rolle Sales darf Preise ohne Rücksprache ändern.”

Einwand: „Finance erstellt Rechnungen basierend auf der Preisliste. Wenn Sales Preise ändert, ohne Finance zu informieren, werden Rechnungen mit falschen Preisen erstellt. Das beschädigt unsere Kundenbeziehungen und schafft Abrechnungschaos.”

Prüfung:

  • Schaden: ✓ (falsche Rechnungen, Kundenbeschwerden)
  • Kausalität: ✓ (die Policy ermöglicht unkoordinierte Änderungen)
  • Neuheit: ✓ (aktuell müssen Preisänderungen abgestimmt werden)
  • Organisation: ✓ (betrifft Kundenzufriedenheit und Finanzen)

Ergebnis: Valider Einwand → Integration nötig

Beispiel 5: Verantwortungslücke

Vorschlag: „Die Rolle ‚Office Manager’ wird gelöscht.”

Einwand: „Niemand sonst hat die Accountability ‚Büromaterial bestellen’. Wenn wir die Rolle löschen, wird niemand mehr Büromaterial bestellen und wir stehen ohne Druckerpapier da.”

Prüfung:

  • Schaden: ✓ (keine Verantwortung für essenzielle Aufgabe)
  • Kausalität: ✓ (die Löschung schafft die Lücke)
  • Neuheit: ✓ (aktuell ist die Verantwortung klar)
  • Organisation: ✓ (betrifft den Bürobetrieb)

Ergebnis: Valider Einwand → Integration nötig

Beispiele: Invalide Einwände (Bedenken)

Beispiel 1: Meinung ohne Schaden

Vorschlag: „Rolle Marketing bekommt die Accountability ‚Social Media Posts veröffentlichen’.”

Pseudo-Einwand: „Ich finde, dass Social Media nicht so wichtig ist.”

Prüfung:

  • Schaden: ✗ (keine Schadensbeschreibung, nur Meinung)

Ergebnis: Kein Einwand, sondern Bedenken → gehört in Reaktionsrunde

Beispiel 2: Bestehender Zustand

Vorschlag: „Rolle Customer Success wird erstellt mit dem Purpose ‚Kundenzufriedenheit nach dem Kauf’.”

Pseudo-Einwand: „Wir haben generell Probleme mit der Kundenzufriedenheit.”

Prüfung:

  • Schaden: ✓ (Kundenzufriedenheitsprobleme sind real)
  • Kausalität: ✗ (das Problem existiert unabhängig vom Vorschlag)

Ergebnis: Kein Einwand gegen diesen Vorschlag → separate Spannung einbringen

Beispiel 3: Verbesserungsvorschlag

Vorschlag: „Rolle Design bekommt die Domain ‚Corporate Design’.”

Pseudo-Einwand: „Wäre es nicht besser, wenn das Marketing hätte?”

Prüfung:

  • Schaden: ✗ (kein Schaden beschrieben, nur alternative Idee)

Ergebnis: Kein Einwand → eigenes Proposal in der nächsten Runde

Beispiel 4: Persönliche Präferenz

Vorschlag: „Meetings beginnen um 9 Uhr.”

Pseudo-Einwand: „Ich bin kein Morgenmensch und arbeite lieber später.”

Prüfung:

  • Schaden: ✓ (Person ist weniger produktiv)
  • Kausalität: ✓ (der Vorschlag setzt die Uhrzeit)
  • Neuheit: ✓ (neue Regel)
  • Organisation: ✗ (persönliche Präferenz, kein Organisationsschaden)

Ergebnis: Kein Einwand → Bedenken kann in Reaktionsrunde geteilt werden

Beispiel 5: Fehlende Vorhersage

Vorschlag: „Wir führen wöchentliche Stand-ups ein.”

Pseudo-Einwand: „Ich bin nicht sicher, ob das funktionieren wird.”

Prüfung:

  • Schaden: ✗ (keine Schadensbeschreibung, nur Unsicherheit)

Ergebnis: Kein Einwand → „Good enough to try”

Beispiel 6: Idealer Zustand

Vorschlag: „Rolle Product Owner bekommt 3 Accountabilities.”

Pseudo-Einwand: „Das sind zu viele Accountabilities. Rollen sollten fokussiert sein.”

Prüfung:

  • Schaden: ✗ (abstrakte Präferenz, kein konkreter Schaden)

Ergebnis: Kein Einwand → kann später angepasst werden, wenn Probleme entstehen

Häufige Fehler

Fehler 1: Einwände zu schnell akzeptieren

Problem: Der Facilitator akzeptiert jeden geäußerten Einwand, ohne die Gültigkeitsprüfung durchzuführen.

Konsequenz: Jede Person kann jeden Vorschlag blockieren. Governance wird politisch.

Lösung: Jeden Einwand systematisch durch alle vier Tests führen. Die Fragen klar stellen: „Welchen konkreten Schaden siehst du?”

Fehler 2: Einwände zu schnell ablehnen

Problem: Der Facilitator lehnt Einwände ab, ohne sie ernsthaft zu prüfen.

Konsequenz: Echte Risiken werden übersehen. Vertrauen in den Prozess schwindet.

Lösung: Jeden Einwand ernst nehmen und methodisch prüfen. Wenn unklar, lieber integrieren.

Fehler 3: Bedenken unterdrücken

Problem: Bedenken werden als wertlos behandelt.

Konsequenz: Wichtige Informationen gehen verloren. Teilnehmer fühlen sich ignoriert.

Lösung: Bedenken explizit in der Reaktionsrunde willkommen heißen. „Deine Perspektive ist wertvoll und informiert den Antragsteller.”

Fehler 4: Einwand und Person vermischen

Problem: Ein abgelehnter Einwand wird als persönliche Kritik empfunden.

Konsequenz: Teilnehmer bringen weniger Einwände, aus Angst vor Ablehnung.

Lösung: Kommunizieren: „Es geht nicht darum, ob dein Einwand ‚gut’ ist, sondern ob er die technischen Kriterien erfüllt.”

Fehler 5: Einwände als Verhandlungstaktik

Problem: Teilnehmer nutzen Einwände, um ihre Präferenzen durchzusetzen.

Konsequenz: Der Prozess wird manipuliert. Vertrauen erodiert.

Lösung: Konsequente Gültigkeitsprüfung. Muster ansprechen: „Ich bemerke, dass dein Einwand keinen Schaden für die Organisation beschreibt.”

Research Insight: Forschung zu Holacracy-Implementierungen zeigt, dass die korrekte Unterscheidung zwischen Einwänden und Bedenken oft erst nach 6-12 Monaten konsistent gelingt. Training und regelmäßige Reflexion beschleunigen den Lernprozess. [3]

Praktische Übungen

Übung 1: Einwand-Analyse

Analysieren Sie die folgenden Statements. Ist es ein valider Einwand oder ein Bedenken?

  1. „Der Vorschlag gibt niemandem die Verantwortung für Datenschutz. Das wird zu Compliance-Verstößen führen.”
  2. „Ich glaube nicht, dass das die beste Lösung ist.”
  3. „Das widerspricht unserer bestehenden Policy zu Remote-Arbeit.”
  4. „Das wird funktionieren, aber ich hätte es anders gemacht.”
  5. „Wenn wir die Rolle löschen, hat niemand mehr Zugang zum CRM-System.”

Auflösung:

  1. Valider Einwand (konkreter Schaden: Compliance-Verstöße)
  2. Bedenken (Meinung, kein Schaden)
  3. Valider Einwand (Widerspruch zu bestehender Governance)
  4. Bedenken (Präferenz, kein Schaden)
  5. Valider Einwand (konkreter Schaden: Systemzugang verloren)

Übung 2: Einwand-Formulierung

Wandeln Sie die folgenden Bedenken in potenzielle Einwände um, indem Sie einen konkreten Schaden identifizieren.

  1. Bedenken: „Ich bin nicht sicher, ob wir das schaffen.” → Einwand: „Mit unserer aktuellen Kapazität werden wir [X] nicht liefern können, was [konkreten Schaden] verursacht.”

  2. Bedenken: „Das ist zu kompliziert.” → Einwand: „Die Komplexität führt dazu, dass [wer] [was] nicht verstehen wird, was [konkreten Schaden] verursacht.”

Übung 3: Facilitator-Training

Üben Sie die Gültigkeitsprüfung mit einem Partner:

  1. Partner A macht einen Vorschlag
  2. Partner B äußert einen Einwand
  3. Partner A prüft den Einwand mit den vier Fragen
  4. Gemeinsam reflektieren: War der Einwand valide?

Einwände bei SI Labs

Unsere Erfahrungen mit der Einwand-Bedenken-Unterscheidung:

Die 80/20-Regel

Etwa 80% der initial geäußerten Einwände sind bei genauer Prüfung Bedenken. Das ist normal und kein Problem, solange der Facilitator die Unterscheidung konsequent macht.

Der Lernprozess

Neue Teammitglieder brauchen 3-6 Monate, bis sie intuitiv zwischen Einwänden und Bedenken unterscheiden können. Wir unterstützen das durch:

  • Explizite Erklärung beim Onboarding
  • Nachbesprechungen nach Governance-Meetings
  • Ermutigung, lieber zu viel als zu wenig einzubringen

Die Sprache verändert sich

Mit der Zeit ändern Teammitglieder ihre Formulierungen. Statt „Das gefällt mir nicht” sagen sie „Ich sehe folgenden Schaden…” oder „Das ist ein Bedenken, ich teile es in der Reaktionsrunde.”


Forschungsmethodik

Dieser Artikel basiert auf der Analyse von 73 akademischen Arbeiten zum Thema Self-Organization Governance (Themencluster T00) sowie über zehn Jahre praktische Erfahrung mit dem Holacracy-Entscheidungsprozess bei SI Labs.

Quellenauswahl:

  • Empirische Studien zu Entscheidungsprozessen in selbstorganisierten Kontexten
  • Holacracy-Implementierungsstudien mit Fokus auf Governance-Prozesse
  • Praktiker-Literatur zur Facilitation und Einwandsprüfung

Einschränkungen: Als praktizierende Facilitatoren haben wir starke Überzeugungen zur Wichtigkeit der Einwand-Bedenken-Unterscheidung entwickelt. Wir haben uns bemüht, diese durch Forschungsergebnisse zu untermauern.


Offenlegung

SI Labs GmbH praktiziert Holacracy seit über zehn Jahren. Mehrere Teammitglieder sind zertifizierte Holacracy-Facilitatoren. Diese Erfahrung prägt unsere Perspektive auf die Wichtigkeit sauberer Governance-Prozesse.


Quellen

[1] Velinov, Emil, et al. “Change the Way of Working: Ways into Self‐Organization with the Use of Holacracy.” Journal of Organizational Change Management 34, no. 5 (2021): 1063-1078. DOI: 10.1108/jocm-12-2020-0395 [Qualitative Studie | 43 Interviews | Zitationen: 43 | Qualität: 67/100]

[2] Bernstein, Ethan, et al. “Beyond the Holacracy Hype: The Overwrought Claims and Actual Promise of the Next Generation of Self-Managed Teams.” Harvard Business Review 94, no. 7/8 (2016): 38-49. [HBR Praxisartikel | Multiple Fallstudien | Zitationen: 312 | Qualität: 72/100]

[3] Robertson, Brian J. Holacracy: The New Management System for a Rapidly Changing World. New York: Henry Holt and Company, 2015. ISBN: 978-1627794879 [Praxisleitfaden | N/A | Zitationen: 523 | Qualität: 55/100]

[4] Romme, A. Georges L., and Gerardus A. Reymen. “The Building of Shared Purpose Without Managers: How Holacracy Works.” Academy of Management Proceedings 2020, no. 1 (2020): 20972. DOI: 10.5465/ambpp.2020.20972abstract [Empirische Studie | 2 Organisationen | Zitationen: 15 | Qualität: 61/100]

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